Mexiko

Tijuana – Mexiko

Tijuana in Mexiko lag nun vor uns. Wir wussten nicht, was uns dort erwartet. Viel Informationen zum Übergang nach Mexiko haben wir nicht gefunden. Nur, dass die Kriminalität in Tijuana sehr hoch sein soll. Wir würden es noch erfahren.

Vor unserem Trip haben wir aus Spaß gesagt, dass wir mal über die Grenze gehen und uns einen Tiquila trinken, so ähnlich wie in dem Film der Diamanten-Cop. Also nahmen wir einen Stop in San Diego mit in unsere Planung, um uns für einen Tag über die Grenze zu wagen, die Stadt Tijuana kennenzulernen und dort eventuell ein wenig zu shoppen.

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Auf dem Weg nach Tijuana

Der große Tag war da. Wir hatten nicht viele Info’s, um wir als deutsche Touristen überhaupt über die Grenze dürfen und dann auch wieder zurückkommen können. Es war einfach nichts Eindeutiges darüber im Internet zu finden. Also machten wir uns von unserem Hostel in San Diego auf zur mexikanischen Grenze. Wir parken direkt an der Grenze, da wir keine zusätzliche Versicherung für den Leihwagen in Mexiko hatten. Ehrlich gesagt würde ich das Auto auch nicht mit über die Grenze nehme. Wer weiß, was mit dem Auto passieren kann. Also parkten wir es an der Grenze (am E San Ysidro Blvd) auf einem der vielen Parkplätze für 10$ am Tag.

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Der Grenzübergang – Mexiko wir kommen

Vom Parkplatz aus gingen wir 5 Minuten an den Bahngleisen entlang bis zur Grenzstation. Bevor wir die Grenze passierten, fragten wir eine Grenzbeamtin, ob wir auch wieder ohne Probleme zurückkommen können. Sie sagte uns, es ist kein Problem. Also machten wir uns auf zum Grenzübergang. Es war sehr beeindruckend. Überall hohe Wände und Zeune mit Stacheldraht versehen. Warscheinlich von den Amerikanern aufgestellt.

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Am Grenzübergang war nur ein Drehtor, was nur in eine Richtung benutzt werden kann. Und zwar nach Mexiko. Das hieß für uns: Alles oder nichts. Ein letztes Foto und rüber.

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Die ersten Schritte in Mexiko

Als wir das Drehtor passierten gingen wir durch die Grenzstation der Mexikaner. Dort saßen gelangweilte mexikanische Grenzsoldaten mit Sturmgewehren, die jeden einfach weiterwunken. Es gab ja sowieso kein zurück mehr. Als wir dann auf mexikanischem Boden waren kamen direkt Mexikaner auf uns zu, die uns gerne in die City von Tijuana fahren wollten, natürlich zu überteuerten Preisen.

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Av Revolución

Wir gingen über eine Brücke zu einer Taxistation, wo wir uns ein Taxi nahmen. Diese Mexikaner grinsten uns schon an, als wir einem Preis von 10$ für eine Fahrt zustimmten. Später stellte sich heraus, dass es der doppelte Preis einer normalen Taxifahrt in die City war. Er fuhr uns zur Av Revolución. Dies ist die Straße, wo es Shops, Bar und Restaurants gibt. Die meisten Mexikaner dort sprechen auch fließend englisch.

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Als wir dort ankamen wurden wir direkt von einem Shopbesitzer empfangen, der uns Sombreros für ein Foto angeboten hatte. Ein Foto als echte Mexikaner darf ja nicht fehlen. Im Anschluss lockte er uns natürlich in seinen Shop, damit wir etwas bei ihm kaufen. Wir kauften uns jeder ein Tiquila Glas und gingen weiter. Kurze Zeit entdecken wir schöne Sonnenbrillen und kamen auch direkt mit diesem Ladenbesitzer ins Gespräch. Wir unterhielten uns mit ihm eine halbe Stunde über Fußball und tranken mit ihm zusammen einen Tiquila mittags um 1. Bester Satz des Tages: „Salud my friends“.

Wir erkundeten noch ein wenig die Gegend um die Straße Av Revolución. Seltsam war, dass diese Straße noch relativ gut und ansprechend aussah, sobald wir aber in eine Nebenstraße abbogen, diese sehr heruntergekommen war. Extremste Gegensätze waren auch in dieser Stadt zu sehen. Da wir sehr gut auf unseren Sachen aufpassten, haben wir von der hohen Kriminalität nur in sofern etwas mitbekommen, dass uns Männer Drogen und Prostituierte anboten, wir aber nichtmal auf ein Gespräch eingingen. Was auch besser so gewesen ist.

 

Restaurant Tia Juana Tilly’s

Langsam kam auch der Hunger und wir hielten Ausschau nach einem Restaurant mit mexikanischen Spezialitäten. Gefunden hatten wir das Restaurant Tia Juana Tilly’s. Es machte einfach den Anschein eines traditionellen Restaurants. Wir gingen rein und entschieden uns für das Lunch Time Angebot, was draußen angeschlagen war. Eine Tortillia Suppe, Enchiladas als Hauptspeise und Götterspeise zum Nachtisch für nur 5,90$. Wir waren begeistert.

Das Essen wurde noch von einer mexikanischen Straßenband begleitet, die plötzlich im Restaurant stand. Geniales mexikanisches Feeling!

 

Zurück in die USA

Danach machten wir uns auch wieder mit einem Taxi auf zum Grenzübergang. Dies gestaltete sich als relativ einfach. Wir wurden von den amerikanischen Grenzbeamten gefragt, was wir dort gemacht haben, wurden von Spürhunden beschnüffelt und dann durften wir auch wieder rüber auf amerikanischen Boden. Ein Tipp für euch: Durchsucht eure Taschen und Rucksäcke nach ungewollten Mitbringseln. Denn hin und wieder kommt es vor, dass euch unbemerkt etwas zugesteckt wird, was euch bei den Grenzkontrollen zum Verhängnis werden kann. Also geht lieber auf Nummer sicher, denn der Hund riecht bestimmt alles, was mit Drogen oder Dergleichen zu tun hat.

Es war ein Erlebnis der besonderen Art, die wir nicht vergessen werden, denn es ist nicht ganz ungefährlich. Aber wir haben Tijuana, seine Kultur und Gastfreundlichkeit genossen.

 

Bitte beachtet unbedingt die Sicherheitshinweise des Auswertigen Amtes. Denn trotz unseres lockeren Trips in die Stadt kann es dort gefährlich sein und ihr sollet es nicht unterschätzen!

Reise- und Sicherheitsinformationen des Auswertigen Amtes